Juli 2014: Sounds from the New World

Plakat Sounds from the New World Mannheim

Die „Mannheimer Sommermusik“, größtes ehrenamtliches Musik-Festival Deutschlands, steht im Jahr 2014 unter dem Motto „aus der neuen Welt“: Musik aus Nordamerika. Eine ganz besondere Herausforderung, was die Auswahl der Chorwerke betrifft. Denn anders als hier auf dem Kontinent kann man nicht auf Jahrhunderte alte musikalische Traditionen zurückgreifen. Die ersten Einanderer kamen zwar schon zur Zeit des Barock in der neuen Welt an – doch man kann sich vorstellen, dass es wenig Muse für das Komponieren und andere erbauliche Tätigkeiten gab.

Singuläre Entdeckung im Barock-Stil ist das doppelchörige „Magnificat“ von Charles Thoedore (Karl Theodor) Pachelbel, einem Sohn des berühmten Johann. Auch bei William Billings (1746-1800) gibte es einiges zu finden, aber dann geht es doch recht schnell ins 20. Jahrhundert: sehr reizvoll die Motetten von Aaron Copland, dem ersten Komponisten mit Weltgeltung, ganz aktuell Eric Whitacre und die Kanadier Rupert Lang und Imant Raminsh. Und auch ein paar Sprituals dürfen in einem Nordamerika-Programm nicht fehlen, obwohl wir nun wirklich kein Gospel-Chor sind.

Ähnlich wie in unseren „Sounds of London“-Konzerten umfasst das Programm Raumklang-Inszenierungen. Last but not least erweitert das Duo Christoph Becker (Saxophon) und Markus Karch (Klavier und Leitung) die Werke des Abends mit imporvisatorischen Elementen und verbindet so die unterschiedlichen Kompositionen und Musikstile zu einem großen Ganzen.

Beteiligte
Christoph Becker, Saxophon
Tobias Teuffel, Viola
Gregor Hermann, Cello
Christian DelAndrea, Kontrabass
Markus Karch, Piano
Konzertchor Dilsberger Kantorei